Da ist der Wurm Elefant drin

Meiner Nachhilfeschülerin hat letztens ein Typ seine Geschichte erzählt, wie er einmal ein Auto kaufte. Er hatte zusammen mit seiner Frau vor, sein neues Auto selber vom Werk abzuholen. Auf der Rückfahrt wollte die Frau unbedingt in einen Wildpark und in diesem dann unbedingt das Fenster aufmachen um die dortigen Elefanten (!) zu füttern. Ob der Ungewohnheit der Bedienelemente des neuen Autos machte sie aber nicht das Fenster sondern das Verdeck auf. Der Anblick der Maus auf dem Beifahrersitz erinnerte den Elefanten wohl an die Maus vom letzten Besuch im Porzellanladen. Dieser trampelte dann nämlich erstmal auf die Motorhaube um sie mit einer schönen und aerodynamischen Delle zu tunen.

Daraufhin brauchte der Mann erstmal etwas zu trinken und an der nächsten Raststätte kippten die beiden sich ordentlich Alk rein, hätte der junge Dohm jetzt gesagt. Am nächsten Morgen ging die Fahrt über die Autobahn weiter, welche aber einige Staus aufzubieten hatte. In einem solchen bremste der Vordermann ziemlich blöd, der Mann mit dem neuen Auto fuhr auf und der Hintermann ließ sich nicht lange bitten und wollte auch beim Autogruscheln mitmachen.

Die anrückende Polizei untersuchte den Unfallhergang und konnte sich die dicke, Unfall untypische Beule auf der Motorrhaube nicht erklären und fragte nach. Die ehrliche Antwort, „Da vorne, ein Elefant!“ „Das war ein Elefant gewesen, der hat da drauf getreten“, fanden die Polizisten wenig glaubwürdig und ließen erstmal blasen (in das Röhrchen mit Elektronik, nicht das Röhrchen mit Fleisch). Das Messergebnis brachte Ernüchterung: Fahren unter Alkoholeinfluss. Zwar nicht viel, aber ausreichend, dass er Schuld war. Damit musste er den (teilweise Total-) Schaden am eigenen und an den beiden anderen Autos komplett übernehmen.

Fazit: Niemals eine Maus in einen Porzellanladen stecken, es könnte ein Elefant vorbeigeflogen kommen!