Tag-Archiv für Internet

TubeYou – Kriech in die Röhre!

Vor ein paar Wochen saßen wir1 in der Uni und lernten Theoretische Physik. Wie es nunmal beim Lernen ist, tut man alles mögliche, nur nicht lernen – so auch wir. Herausgekommen ist dabei die Idee eines gemeinsamen Twitter-Accounts, der mit interessanten Sachen (meist YouTube-Videos) befüllt wird, die es sich lohnt anzuschauen.

TubeYou – so heißt der Channel – ist also der manuelle Web-2.0-Contentfilter von allen, die Lust haben mitzumachen. Wie das geht, steht bei Andi. Und Lesen kann man das natürlich, indem man den entsprechenden Twitteraccount verfolgt.

Also, Röhret2 euch!

  1. Andi, Dirk, Christoph und ich – glaub ich zumindest []
  2. Auf deutsch könnte man meinen, dass sich TubeYou irgendwie mit Elchen beschäftigt… []

Friendfeed

Und wieder bei einem Service angemeldet. Diesmal Friendfeed, zum verschiedene Feeds zusammenbinden und so. Also Blog hier, Blog da, Twitter, Flickr, etc. Schaut ganz nett aus, weil sehr simpel und so.

Hier mein Feed: [link]

(via)

Nachtrag: ich glaube, der AndiH hat mir da auch mal von erzählt…

3. Webmontag Aachen/Euregio

Vorgestern, am Montag, war wieder Webmontag. Mein 2. bisher und auch wieder nicht der letzte, soviel darf ich vorwegnehmen.

Es gab wieder ein paar Vorträge zu belauschen, angefangen hat Martin Jansen mit einem Vortrag zu Social Graph und XFN. Kurz: es geht um die Verknüpfung von den verschiedenen Stellen, in denen man im Internet auftaucht, den sogenannten Identitäten. Also dass eine Maschine weiß, dass sowohl dieses Blog hier von mir ist, wie auch mein Twitter-Account, mein Flickr-Account, …
Der arme Martin, der eigentlich erwartet hatte, nur kurz etwas dazu zu erzählen, hat damit eine ziemlich ausführliche Diskussion losgetreten, ob man sowas überhaupt will und dass man doch sehr viel über sich preisgeben würde. Ich lasse das jetzt erstmal hier so stehen, vielleicht schreibe ich nochmal ausführlich meine Meinung dazu :)
Jedenfalls habe ich als erste Amtshandlung gleich mal meine Blogroll mit XFN erweitert.

Weiter ging es mit einem Beitrag von Frederick Kubin über Freizeitung.de1, eine Internetseite, auf der man Events in seiner Region finden kann. Es sollen zwar ein paar Sachen anders gemacht werden, als bei bisherigen Eventseiten (z.B. sollen nur die Veranstalter eintragen können und es sollen auch2 Vereine angesprochen werden), dennoch bin ich skeptisch, dass das klappen wird. Immerhin gibt es bereits recht ausgereifte Vertreter, z.B. wevent venteria. Hier gab es einige Vorschläge aus dem Publikum, mit denen es für das Projekt einfacher wird, sich von anderen, ähnlichen Projekten abheben zu können. Wir werden sehen.

Der dritte und letzte Vortrag stammte von Christian Scholz über DataPortability, das thematisch in die gleiche Richtung wie Martins Vortrag geht. Auch hier folgten wieder ausführliche Diskussionen über das für und wider, solcher Ansätze. Diese Diskussionen konnten dann in der after-Vortrags-Phase weitergeführt werden, zusätzlich zu anderen Themen, so dass ich mich wieder bis knapp 24 Uhr dort aufgehalten habe.

Resümierend fand ich es gut, dass es ausführliche Diskussionen gab, aber ich sehe auch die Gefahr, dass es irgendwann ausufert. Hier sind dann die Veranstalter als Moderatoren gefragt ;) Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Treffen. Vielen Dank auf jedenfalls an die Organisierer Andreas Gerards und Christian Scholz.

PS: Die am Abend aufgekommene Idee, irgendwann ein Web-2.0-Grillen zu veranstalten, find’ ich übrigens super!

Weitere Reaktionen:
- Christian über Freizeitung und die Vorträge zu Social Graph und DataPortability

  1. das Projekt startet Anfang März []
  2. oder vor allem? []

Firmwareupgrade auf dem Router

Ich habe mit meinem Linksys WAG200G Wireless Router eigentlich keine Probleme. Einzig dieses Ärgernis, dass die Langzeitnutzung von P2P-Programmen die Verbindung langsam machte – es gingen viele Pakete einfach verloren oder so – und nur ein Neustart dieses “Internet” wieder nutzbar machte.

Jetzt gibt es endlich eine neue Firmware Version (1.01.06), die genau das behebt:

1.01.06
- Fixes issue with DSL performance degradation when running P2P program for long time.

Hier gehts zum Download.

Danke Andi!

Jetzt neu: Eigenspam!

Spam von mir an mir…
Jetzt ganz neu im Sortiment: Selbst zugesandter Spam. Ich weiß ja schließlich, was ich will.

Pandora wieder da · Hitchikers Guide online · Christen-Bashing

Heute gibts mal eine kleine Linkliste:

Pandora wieder da

Der beliebte Onlineradio-Dienst Pandora, der einem personalisiertes Radio bequem über Flashplayer angeboten hat, war aus lizenzrechtlichen Gründen aus Deutschland seit einiger Zeit nicht mehr zu erreichen. Jetzt gehts aber wieder über globalPandora – wie genau weiß ich auch nicht (wahrscheinlich irgendein Proxy) und wie lange es hält auch keine Ahnung, aber trotzdem cool.

(via)

The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy online verfügbar

Komplett als TXT oder TeX Dokument. Oder zum online lesen als html. Hier.

(via)

Christen-Bashing

Und zum Schluss noch ein wenig Christen-Bashing. Sie haben sich mit den Zitaten selber reingeritten, da müssen sie also jetzt durch. Z.B. mit sowas hier:

Everyone knows scientists insist on using complex terminology to make it harder for True Christians to refute their claims.

Deoxyribonucleic Acid, for example… sounds impressive, right? But have you ever seen what happens if you put something in acid? It dissolves! If we had all this acid in our cells, we’d all dissolve! So much for the Theory of Evolution, Check MATE!

oder

A woman wants to abort a rape child? She should have thought of that before she walked down that dark alley without a male prescence, not to mention she should have thought before putting on revealing attire.

(via)

Und noch eine kleine Randbemerkung: Die · mache ich, wie gerade rausgefunden, unter Linux mit [Alt Gr] + [.] – find ich cool.

kaioo – das neue studiVZ?

Update 29.01.: Ich bin mit dem Text irgendwie nicht so ganz zufrieden. Ich werde ihn in absehbarer Zeit neu verfassen, aber damit warte ich noch bis nach den Klausuren.

Ich hab mich ja letztens schon über die Nutzer des studiVZ aufgeregt, aber es geht anscheinend noch besser. Ich bin jetzt schon mehrfach im studiVZ über Werbung für kaidoo gestoßen, eine weitere Social Network Site. Sie wird immer groß beworben als das bessere Netzwerk: der Gewinn wird gespendet und die Nutzer entscheiden, wohin1. Außerdem werden keine Daten an Dritte weitergegeben.

Das hört sich ja alles ganz nach der ultimativen, blumigen, sozialen Web-2.0-Welt an, die wir uns alle wünschen. In der alle nett zueinander sind und Überschuss an die Armen gespendet wird. Leider kann ich das nicht glauben, so gerne ich es wollte.

Auch ich habe mir dann aus Neugier mal einen Account dort gemacht, einfach um mal zu gucken, was mich da erwartet. Versprechungen hin oder her, wenn das Netzwerk gut ist, bin ich gerne Bereit ein Teil dessen zu sein. Allerdings bin ich nicht so recht warm mit der Seite geworden. Zwar ganz viel AJAX und so mordernes Technikgefummel für den Browser, aber die Struktur ist irgendwie nicht ganz so klar wie z.B. im studiVZ und wie ich finde viel zu überladen2. Außerdem funktioniert es einfach noch nicht so gut. Was nützt mir die tollste Technik, wenn ich beim Durchsuchen der anderen Leute an der RWTH nur bei jeder zweiten Seite Menschen sehe, weil die anderen nur eine schlichte Fehlermeldung enthalten.

OK, Kinderkrankheiten, das kommt vielleicht noch alles (wobei ich bei der Struktur skeptisch bin, aber notfalls könnte man sich daran auch gewöhnen). Ich will hier mehr auf Ideen und mal wieder die AGB eingehen.

Zunächst einmal der Grundgedanke: bei kaidoo geht es um das soziale Netzwerk, nicht um Gewinn. Jeglicher Gewinn durch Werbeeinahmen wird gespendet. An dieser Stelle möchte ich eine kleine Zeitreise ins Jahr 2005 machen, als das studiVZ angefangen hat. Mit den Studenten aus Berlin, die es als Freizeitprojekt starteten, und ein paar experimentierbereiten Mitgliedern begann ein soziales Netzwerk. Zunächst wurde immer versprochen, keine Werbung einzubinden, Spenden würden ausreichen – schließlich wolle man keinen Gewinn schlagen. Dann musste doch Werbung her, weil zu viele Nutzer kamen und als es einmal lief, ließ man es sich auch nicht nehmen, ein wenig Geld einzusacken. Das ging dann mit Verkauf etc. noch weiter, will ich hier aber gar nicht weiter behandeln.

Worum es mir geht ist, dass auch das studiVZ angefangen hat, ohne Gewinn machen zu wollen – zumindest hatte man als Nutzer den Eindruck. Dass dieses Vorhaben schwierig durchzusetzen ist, wenn man einerseits einen Haufen Nutzer hat, andererseits aber nicht unbedingt so bekannt und als so allgemeinnützig angesehen wird, wie z.B. die Wikipedia, sollte klar sein. Und wenn man schonmal dabei ist, mit Werbeeinahmen ein Geschäft zu leiten, dann will man dieses natürlich auch optimieren – und nicht zuletzt davon auch profitieren, man steckt schließlich verdammt viel Arbeit rein.

Also sollte man vorsichtig sein, mit derlei Versprechungen, wenn ein Projekt noch jung ist und noch längst nicht der Normbetrieb aufgenommen wurde. Verdammt vorsichtig sollte man sein, wenn schon am Anfang die AGB einige, in meinen Augen, äußerst fragwürdige Punkte enthalten. Betrachten wir die also mal genauer:

Mitgliedschaft

[...] Die bei der Registrierung abgefragten Daten sind wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. kaioo kann diese Daten auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen.
[...] kaioo kann eine Mitgliedschaft insbesondere dann kündigen, wenn der Verdacht besteht, dass das Mitglied bei der Registrierung falsche Angaben gemacht hat, [...]

Bei kaioo3 ist es also verboten, irgendwelche falsche Namen, Abkürzungen, Pseudonyme oder sonst wie namensverfälschende Sachen zu verwenden. Dass kaioo mit der Kündigung des Accounts droht, ist da nicht weiter verwunderlich (und leider gängige Praxis). Was mich hier auch besonders verwundert ist die Formulierung, dass kaioo angeblich die Daten überprüfen kann. Mal abgesehen davon, dass ich es technisch für schwierig halte und bezweifle, dass sie das können, finde ich es äußerst bedenklich, dass sie sich die Möglichkeit offen halten.

Deaktivierung des Accounts

[...] kaioo behält sich vor, bei berechtigtem Interesse [...] die Daten vorerst weiter zu speichern.

Sollte es dann doch dazu kommen, dass der Account gelöscht wird, sei es nun von Seiten des Nutzers oder von Seiten kaioos, bleiben die Daten (eventuell) weiterhin vorhanden, wie lange wird nicht gesagt. Also kann es schlimmstenfalls sein, dass alles, was ihr dort irgendwann einmal eingetragen habt auf ewig in der Datenbank gespeichert wird.

Gewährung von Nutzungsrechten an kaioo durch das Mitglied

Mit der Gestaltung seiner Seite bei kaioo räumt das Mitglied kaioo die für die kaioo-Dienstleistung erforderlichen Rechte ein, insbesondere zur Vervielfältigung, Änderung, Verbreitung und Veröffentlichung der eingestellten Inhalte. Die Nutzungsrechte können im Rahmen der kaioo-Dienstleistung auch auf Dritte übertragen werden; [...]

Sobald ihr also bei kaioo etwas reinstellt, seien es Texte, Bilder oder sonstwas, übertragt ihr die Nutzungsrechte an kaioo. Also darf kaioo mit euren Sachen anfangen, was sie wollen – streng genommen. Insbesondere behalten sie sich vor, die Rechte an Dritte weiterzugeben.

Um den geneigten Leser und kaioo-Nutzer ein wenig zu beruhigen: das scheint sich nicht auf personenbezogene Daten zu beziehen, deren Weitergabe an Dritte wird in der Datenschutzerklärung unter Punkt 3 widersprochen: “kaioo gibt Ihre Daten nicht an Dritte weiter [...]” (Übrigens steht das auch beim studiVZ in der Datenschutzerklärung… aber das hatten wir ja schon). Dennoch sollte man sich also durchaus Gedanken machen, was man dort hoch lädt bzw. angibt.

Jetzt noch zwei kleinere Punkte, die ich aber dennoch erwähnenswert finde:

Haftungsbeschränkung

[...] Im Übrigen sind Ansprüche des Mitgliedes auf Schadensersatz gegen kaioo [...] ausgeschlossen. [...]

In wie weit das gängige Praxis in AGB ist, kann ich leider nicht beurteilen, finde es aber trotzdem merkwürdig. Im Ernstfall wird man wahrscheinlich dann doch vor Gericht ziehen können, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich so einfach davon befreien kann.

Verbotene Inhalte und Aktivitäten

[...] Ebenfalls verantwortlich ist das Mitglied für Inhalte, die andere Mitglieder auf seinem Profil, in seinen Foren, seinen Gruppen, oder seinem Gästebuch hinterlassen. [...]

Das ist zwar an sich OK, schließlich hätte ich als Betreiber eines Netzwerkes auch keinen Bock, jeden Pfurz zu kontrollieren. Aber dennoch: die Pflicht der Kontrolle auf den gemeinen Nutzer zu übertragen, wobei die meisten wahrscheinlich gar nichts davon wissen, dass sie das machen müssen, finde ich nicht gut. Insbesondere in Zeiten, in denen selbst die zeitnahe Löschung eines strittigen Kommentares zur Verurteilung führen kann4.

Wie man also gut sieht, ist auch bei kaioo, der ach-so-tollen und “ersten ECHTEN Social Community”, nicht alles im Reinen, insbesondere den Punkt mit dem Löschen der Daten finde ich riskant. Zwar muss man immer darauf vertrauen, dass der Betreiber seine Daten nach dem Löschen wirklich löscht und nicht nur einfach die Anzeige für andere sperrt. Dass es aber direkt so in den AGB steht… heikel. Was die anderen Punkte angeht: Leider ist kaioo hier keine schlechte Ausnahme, so gut wie alle Internetdienste weisen ähnliche Punkte in ihren AGB auf.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich will kaioo nicht verteufeln oder sonstwie besonders schlecht machen und dafür das studiVZ in den Himmel loben. Ich will einfach nur, dass die Leute sich endlich mal ein wenig Gedanken darüber machen, was sie machen. Denn ich sehe ankommen, dass es nicht lange dauert, bis kaioo (wenn es denn wächst) mit den gleichen Vorwürfen wie das studiVZ leben muss, einfach deshalb, weil es ein social Network ist und die Leute auch hier jede Menge Sachen über sich preisgeben.

 
PS: In den AGB steht auch noch der Satz “Es wird dem Mitglied empfohlen, die bei kaioo eingestellten Inhalte selbst zu sichern, denn besondere Sicherung erfolgt bei kaioo nicht.” Das finde ich für ein Unternehmen, dass Nutzer an sich binden will, schon sehr komisch. Es gehört zum Betreiben einer ordentlichen Seite einfach dazu, für Backups zu sorgen. Sach ich jetzt mal.

  1. “und das wird auch so bleiben.” (sic!) – Zitat eines Werbenden im studiVZ []
  2. typischer Fall von: wir wollen schon am Anfang alles haben. Wenige (durchdachte) Funktionen am Anfang und dann langsam erweitern finde ich hingegen viel besser. []
  3. im studiVZ übrigens auch, siehe AGB 2.3: “Die Angabe von Künstlernamen, Pseudonymen oder sonstigen Phantasiebezeichnungen ist nicht gestattet.“ []
  4. Kurzzusammenfassung für die, die es nicht kennen und keine Lust auf noch einen langen Text haben: Stefan Niggemeier hat in seinem Blog über Callactive berichtet und wie es für ein Blog üblich ist, kann man darauf kommentieren. Ein Leser tat dies in einer Nacht zum Sonntag um 3:37 Uhr – um 11:06 Uhr löschte Stefan den Eintrag. Angeblich zu spät, er hätte damit rechnen müssen, dass sowas kommt, und im Vorfeld moderieren müssen.
    Nichts desto trotz empfehle ich den Artikel. []





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